GUTE ARGUMENTE

ACHT PROZENT MEHR: GUT FÜR UNS – WICHTIG FÜR DAS WACHSTUM!

  • 18.07.2022
  • Aktuelles, Tarif

Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um acht Prozent. Damit wollen wir die Einkommen stärken und die Kaufkraft sichern. So soll nach Jahren ohne Erhöhung der Entgelttabellen und den moderaten Abschlüssen der letzten beiden Jahre wieder eine kräftige Entgelterhöhung durchgesetzt werden. Das ist angesichts der hohen Inflation wichtig und stützt das Wachstum und die wirtschaftliche Erholung.

  1. Seit 2018 hat es in der Metall- und Elektroindustrie keine Anhebung der tariflichen Entgelttabellen gegeben. Die vergangenen Tarifabschlüsse waren von Pandemie-Krise, Beschäftigungssicherung und der Transformation in der Industrie geprägt. Zuletzt haben die Tarifparteien mit Rücksicht auf die unsichere Lage einen Abschluss bis zum September 2022 vereinbart und damit die Möglichkeit eröffnet, für 2022 noch eine Anpassung der moderaten Erhöhung (T-Geld) vorzunehmen.
  2. Trotz der politischen und wirtschaftlichen Risiken ist abzusehen, dass die deutsche Wirtschaft noch im Jahr 2022 das Vorkrisenniveau von 2019 erreichen und auch im Jahr 2023 weiterwachsen wird. Deshalb ist es nun an der Zeit, tarifpolitisch nachzusteuern. Für die Jahre 2022 und 2023 ergibt sich aus der Trendproduktivität und der Zielinflationsrate der Europäischen Zentralbank ein verteilungsneutraler Spielraum in Höhe von 6,2 Prozent. Davon sind in 2022 lediglich 0,5 Prozent durch die Tariferhöhung (T-Geld) aufgebraucht.
  3. Ziel ist es deshalb, mit einer kräftigen und dauerhaften Tariferhöhung der monatlichen Einkommen die Kaufkraft der Beschäftigten zu sichern und Teile des wirtschaftlichen Erfolgs umzuverteilen. Deshalb fordert die IG Metall für die anstehende Tarifbewegung eine dauerhafte Anhebung der monatlichen Tarifentgelte um 8 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten. Das ist auch wichtig, um Wirtschaftswachstum in 2022 und 2023 zu ermöglichen.