Jubilarehrung der IG Metall Saarbrücken am 15.Oktober 2021

IG Metall Saarbrücken ehrt 1106 Jubilare/innen für 42.440 Jahre Mitgliedschaft.

  • 19.10.2021
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Die IG Metall Saarbrücken hat am Freitag in der Congresshalle Saarbrücken durch Auflagen bedingt, ihre Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit (60-jährige, 70-jährige und 75-jährige Mitgliedschaft) in einem kleinen Rahmen geehrt. Die Ehrung der Jubilare gehört zu den Höhepunkten des Gewerkschaftsalltages in der Geschäftsstelle. Dieses Fest zeigt wie traditionsreich und zugleich lebendig die IG Metall an der Saar ist.

v.L.n.R. Thorsten Dellmann 2. Bevollmächtigter IG Metall Saarbrücken, Heinz Kohler, Ernst Argast, Albrecht Herold, Patrick Selzer 1. Bevollmächtigter IG Metall Saarbrücken

Aufgrund der Pandemie wurden die Jubilare aus 2020 und 2021 geehrt. Leider konnten wir nicht alle 1106 Jubilare aus beiden Jahren persönlich im Rahmen der Feierlichkeiten ehren.

Nicht nur die Zahl der Jubilare war beindruckend, sondern vor allem die Zahl der Jahre, die die Jubilare in sich vereinen. Die 1106 Jubilare/innen kommen dabei auf 42.440 Jahre Mitgliedschaft in der IG Metall.

Insgesamt wurden in 2020 und 2021 geehrt: 406 Jubilare für ihre 25jährige Mitgliedschaft, 360 für 40 Jahre Mitgliedschaft, 272 für ihre 50jährige Mitgliedschaft, 50 für die 60jährige Mitgliedschaft, 12 Jubilare für ihre 70jährige Mitgliedschaft und sage und schreibe 6 Jubilare für ihre 75-jährige Mitgliedschaft in der IG Metall.

Dabei war es uns eine besondere Ehre, unseren Kollegen den ehemaligen 1. Bevollmächtigten der IG Metall Saarbrücken und ehemaligen Landtagspräsidenten des Saarlandes Albrecht Herold für seine 75. Jährige Mitgliedschaft in der IG Metall zu ehren.

Die Veranstaltung begann mit einem Grußwort von Thorsten Dellmann, dem 2.Bevollmächtigter der Geschäftsstelle Saarbrücken.

Im Rahmen der Festansprache wurden seitens Patrick Selzer, 1. Bevollmächtigter der Geschäftsstelle Saarbrücken, die Jubilare für ihre Treue zu IG Metall und für ihre Unterstützung und ihr Engagement über Jahrzehnte geehrt. Dabei hob er vor allem die Nachkriegszeit und die Entwicklung in Europa hervor, da die anwesenden Jubilare nicht nur Zeitzeugen, „sondern auch zu dem Personenkreis gehören, die besser als spätere Generationen den Wert des Friedens in Europa beurteilen können. Etwas was in der Diskussion um die Europäische Union viel zu kurz kommt. Die Leistung dieser Generation war und ist das Fundament für unseren heutigen gesellschaftlichen Wohlstand. Dies gilt es auch mit Blick in die Zukunft weiter zu sichern, gerade in Anbetracht der sehr großen Herausforderungen für den anstehenden Strukturwandel im Saarland und den Erhalt der Arbeitsplätze bei Stahl, Automobilzulieferindustrie und im Handwerk.“

Gleichzeitig ging Selzer auch die auf aktuelle Situation in der saarländischen Stahlindustrie, sowie auf die aktuelle Situation im Bereich der Automobilzulieferer und im Handwerk ein.

„Wir stehen vor großen Herausforderungen im Rahmen der anstehenden Transformation, da die Thematik sehr unterschiedlich ist. Mal geht es in die Richtung Digitalisierung und Klimawandel, dann mal in den Bereich der Energie- und Mobilitätswende, ebenso wie die Gefahren der Globalisierung.“

Diesbezüglich forderte Selzer von der anstehenden Regierungsbildung im Bund, als auch von den Arbeitgebern, die Transformation aktiv im Sinne von verantwortungsvollem Handeln, wie Investitionen in Innovationen, aber auch zur Sicherung der deutschen Standorte samt ihrer Belegschaft zu begleiten. „Der Klimawandel muss ökologisch, ökonomisch, sozial und gesellschaftlich gedacht werden. Der Erhalt des Sozialstaates und des gesellschaftlichen Zusammenlebens hängt maßgeblich auch von gut bezahlter und gesicherten Arbeitsplätzen ab.“

„Wer den Klimawandel will, der muss dafür sorgen, dass die Wettbewerbsfähigkeit dabei nicht völlig auf den Kopf gestellt wird. Das heißt nicht, den Klimawandel bzw. die Decarbonisierung zu verschleppen, sondern einheitliche Standards für alle zu entwickeln und zur Anwendung zu bringen! Wer eine saubere Umwelt will, der kann nicht ernsthaft eine saubere Technologie opfern und damit zwangsläufig die klimaschädlichen Technologien forcieren.“

„Die Politik im Bund, als auch in Europa ist gefordert ein ganzheitliches Konzept zu denken und umzusetzen. Wenn Standards und Auflagen, dann aber für alle gleichermaßen insbesondere Importe!“, so Selzer weiter.

„Es ist endlich an der Zeit sowohl in der Bundespolitik, als auch in der Europapolitik die Entscheidungen für notwendige Strukturen und gesetzlichen Bedingungen, sowie die finanzielle Unterstützung herbei zu führen.“

„Die IG Metall setzt sich nach wie vor für den Erhalt der Beschäftigung und die Sicherung der Standorte ein. Wir werden da in keiner Weise nachlassen“, so Patrick Selzer abschließend.

Musikalisch umrahmt wurde diese Veranstaltung von der Band ‚Hugos Corner‘, die sehr gut bei den Jubilaren ankam.